Chinas Ferrosiliciumindustrie meistert Lagerverschiebungen, Kapazitätserweiterungen und Gegenwind im Handel
Lagerbestände erreichen Jahrestief inmitten aktiver Lieferungen
Chinas unabhängige FerrosiliciumMitte Juli reduzierten die Produzenten ihre Lagerbestände deutlich. Die Gesamtbestände der 60 untersuchten Betriebe sanken im Wochenvergleich um 9,54 % auf 63.500 Tonnen – den niedrigsten Stand in diesem Jahr. Die Innere Mongolei führte diesen Trend an und reduzierte ihre Lagerbestände um 5.300 Tonnen auf 32.900 Tonnen. Dies spiegelt die aggressiven Verkaufsstrategien der Hersteller angesichts der verbesserten Marktstimmung wider.
Die Produktion erholt sich vorsichtig
Die Produktion erholte sich leicht, da einige Kraftwerke in Ningxia und anderen Regionen ihren Betrieb wieder aufnahmen und mithilfe von Termingeschäften ihre Margen sicherten. Die Rentabilität bleibt jedoch angespannt: Die durchschnittlichen Verluste überstiegen im Juni in wichtigen Produktionsstandorten wie Ningxia und der Inneren Mongolei 300 Yuan pro Tonne, trotz leichter Preiserholungen infolge der Stabilisierung des Kohlemarktes und Maßnahmen gegen Überkapazitäten.
EU startet dritte Antidumping-Überprüfung
Die Europäische Kommission leitete am 30. Juni 2025 ihre dritte Überprüfung der Einfuhren von Ferrosilicium aus China und Russland ein. Die Untersuchung, die prüft, ob Dumping und industrielle Schäden ohne die bestehenden Zölle erneut auftreten würden, erstreckt sich auf den Zeitraum von Januar 2024 bis Dezember 2024. Dies verlängert die seit 2008 bestehenden Handelshemmnisse und erschwert die Exportaussichten für chinesische Hersteller.
Die Kapazitätserweiterung von Siliziumstahl beschleunigt sich
Hualing Steel gab bekannt, dass die zweite Produktionslinie für nicht-kornorientierten Siliziumstahl mit einer Kapazität von 200.000 Tonnen im August 2025 die Produktion aufnehmen wird. Dies folgt auf die Inbetriebnahme der ersten Phase mit voller Kapazität und deren Zertifizierung durch führende Hersteller von Elektrofahrzeugen. Bis Ende des Jahres plant Hualing, eine Produktionskapazität von 400.000 Tonnen für nicht-kornorientierten und 100.000 Tonnen für kornorientierten Siliziumstahl zu erreichen und damit wachstumsstarke Branchen wie Elektrofahrzeuge und Stromnetze zu bedienen.
Kostendruck und politische Unsicherheiten
Die Strompreise bleiben ein entscheidender Faktor für die Kostenkontrolle, wobei regionale Anpassungen die Angebotselastizität potenziell verändern können. Maßnahmen gegen Überkapazitäten könnten zwar die Rentabilität des Sektors langfristig verbessern, doch die saisonal schwache Nachfrage hält an: Der wöchentliche Verbrauch der fünf wichtigsten Stahlsorten sank um 0,76 %, und die Lagerbestände der Stahlwerke blieben mit 15,38 Tagen Verbrauch auf hohem Niveau.
Ausblick
Die Branche muss kurzfristige Herausforderungen – Handelskonflikte, geringe Margen und schwache Nachfrage – gegen zunehmend positive Faktoren abwägen: Normalisierung der Lagerbestände, Ausbau der Produktion von hochwertigem Siliziumstahl und politische Unterstützung. Die Marktstabilität hängt von Kostendisziplin, Exportdiversifizierung und einer Erholung der Nachfrage jenseits der traditionellen Stahlsektoren ab.
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