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Marktdynamik im Bereich Metall-Silizium: Produktionserholung bei gleichzeitig drohenden Angebotsunsicherheiten

30.07.2025

Produktionshighlights

Chinas Metall-SiliziumDie Produktion erreichte im Juni 2025 327.700 Tonnen, was laut den neuesten Daten von SMM einer Erholung von 6,5 % gegenüber dem Vormonat, aber einem deutlichen Rückgang von 27,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die kumulierte Produktion für das erste Halbjahr 2025 belief sich auf 1,8728 Millionen Tonnen, ein Minus von 17,8 % gegenüber dem Vorjahr.

Regionale Angebotsdynamik

Für Juli wird in wichtigen, von Wasserkraft abhängigen Regionen ein weiterer Produktionsanstieg prognostiziert:

  • Yunnan:Zu Beginn der Hauptregenzeit setzen die Siliziumproduzenten in Baoshan und Dehong ihre Pläne zur Wiederaufnahme der Produktion und zum Kapazitätsausbau um, was zu einer geschätzten Steigerung der Produktion um mehr als 10.000 Tonnen im Vergleich zum Vormonat führen wird.
  • Sichuan:Nach den jüngsten Steigerungen wird mit einem Abschwächen des Produktionswachstums gerechnet.
  • Nordchina:Der Betrieb läuft weitgehend stabil weiter, doch herrscht weiterhin Unsicherheit hinsichtlich des Zeitpunkts der Wiederinbetriebnahme einer wichtigen Anlage in Xinjiang. Diese Verzögerung könnte die nationalen Versorgungsaussichten für Juli erheblich beeinflussen.

Nachfragesektoranalyse

Der nachgelagerte Verbrauch verzeichnete in Schlüsselsektoren ein robustes Wachstum:

  1. Polysilizium:Die Produktion stieg im Juni um 5 % gegenüber dem Vormonat auf 101.000 Tonnen. Die Produktionspläne für Juli deuten auf einen weiteren Anstieg um 6 % auf rund 107.000 Tonnen hin, der durch die Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlagen für Solarsilizium in Südwestchina bedingt ist.
  2. Silikone:Die Produktion stieg im Juni um 13,8 % gegenüber dem Vormonat auf 209.000 Tonnen, für Juli wird eine Produktion von rund 213.000 Tonnen prognostiziert.
  3. Gesamtverbrauch:Für die Sektoren Polysilizium und Silikone wird im Juli ein monatlicher Anstieg der Nachfrage nach Metallsilizium um ca. 10.000 Tonnen erwartet.

Schwäche im Legierungssektor

Die Auslastung der Primärhersteller von Aluminium-Silizium-Legierungen sank im Juni aufgrund rückläufiger Aufträge auf 50,9 %. Hersteller von Recyclinglegierungen verzeichneten einen leichten Anstieg auf 53,3 %. Beide Segmente sehen sich im Juli aufgrund saisonbedingter Nachfrageschwächen in der nachgelagerten Fertigung mit potenziellen Auslastungsreduzierungen konfrontiert.

Bestands- und Angebots-Nachfrage-Gleichgewicht

Die SMM-Daten deuten auf eine Verschiebung von Lageraufbau im ersten Quartal 2025 hin zu Lagerabbau im zweiten Quartal, was zu einem weitgehend ausgeglichenen Markt im ersten Halbjahr führen dürfte. Das Gleichgewicht im Juli bleibt von der Wiederaufnahme der Lieferungen aus Xinjiang abhängig.

  • Szenario 1 (Verzögerter Neustart)Der Markt könnte den Lagerabbau um ca. 20.000 Tonnen ausweiten.
  • Szenario 2 (Neustart erforderlich):Ein erhöhtes Angebot kann zu Druck auf die Lagerbestände führen.

Auswirkungen auf die Lieferkette

Während der saisonale Produktionsanstieg in Südwestchina kurzfristig für eine Entlastung des Angebots sorgt, bergen die anhaltenden Produktionsengpässe in Xinjiang weiterhin ein Volatilitätsrisiko für den Markt. Das Nachfragewachstum in den nachgelagerten Sektoren erneuerbare Energien und Chemie wirkt dem teilweise entgegen, die Schwäche im Legierungssegment stellt jedoch eine Belastung dar. Marktteilnehmern wird empfohlen, die Betriebsmeldungen aus Xinjiang aufmerksam zu verfolgen, um Hinweise auf die weitere Marktentwicklung zu erhalten.

*(Quelle: Alle Daten und Analysen stammen von www.smm.cn)*

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