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Strategische Verschiebungen prägen die globalen Ferrosilicium- und Siliciumcarbid-Sektoren: Handelspolitik, Technologieinvestitionen und Diversifizierung der Lieferketten nehmen zu.

07.08.2025

Dynamik der Ferrosiliciumindustrie

1. Auswirkungen der EU-Handelspolitik

Die Europäische Kommission hat ihre dritte Überprüfung der Antidumpingzölle auf Ferrosiliciumimporte aus China und Russland eingeleitet. Geprüft wird, ob die Aufhebung der bestehenden Maßnahmen zu erneutem Dumping oder zu Schäden bei EU-Produzenten führen würde. Diese Überprüfung, die sich auf einen Untersuchungszeitraum bis 2024 und eine Schadensanalyse für den Zeitraum 2021–2024 erstreckt, verlängert die seit 2008 geltenden Zölle. Der Schritt unterstreicht die anhaltenden Handelsspannungen; Euroalliages setzt sich für den fortgesetzten Schutz regionaler Produzenten ein.

2. Marktvolatilität und politikbedingte Stimmung

Chinas Ferrosilicium Die Futures erreichten kürzlich ihren Höchststand, befeuert durch Spekulationen über bevorstehende branchenweite Maßnahmen gegen den internen Wettbewerb. Die Marktstimmung wird durch erwartete Angebotsengpässe befeuert, da die Produzenten Energieeinsparungs- und Emissionsreduktionsziele von 30–40 % anstreben. Trotz hoher Volatilität stiegen die Spotpreise im Inland aufgrund des verknappten Angebots und des regen Futures-Handels deutlich an, obwohl die Abnehmer nachgelagerter Märkte aufgrund der anhaltend hohen Kosten weiterhin vorsichtig bleiben.

3. Produktions- und Exporttrends

Die chinesische Ferrosiliciumproduktion stieg Ende Juli leicht an. Die Auslastung lag bei 33,33 %, die Tagesproduktion erreichte 14.615 Tonnen. Die Exportmengen gingen im Juni gegenüber dem Vormonat um 8,91 % zurück, stiegen aber im Jahresvergleich um 16,72 %, was die schwankende globale Nachfrage widerspiegelt. Die inländischen Stahlwerke haben mit der Beschaffung für August begonnen. Der Markt richtet sein Augenmerk auf die Ergebnisse der Ausschreibungen, um die kurzfristige Nachfragestabilität einzuschätzen.

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Entwicklungen im Siliziumkarbid-(SiC)-Sektor

1. Großprojekte verändern Lieferketten

Der Kreis Zhungeer in der Inneren Mongolei hat ein 3 Milliarden Yen teures Projekt zur jährlichen Produktion von 1,5 Millionen Tonnen hochreinem Quarzsand und Siliciumcarbid (https://www.hscy-trading.com/silicon-carbide/) erhalten. Die Initiative nutzt lokale Quarzvorkommen und zielt auf Anwendungen in der Halbleiter- und Photovoltaikindustrie ab – Sektoren, in denen China derzeit 80 % des hochwertigen Quarzes importiert. Das Projekt soll die Materialkosten in der Weiterverarbeitung um 30 % senken und den Rohstoffwert steigern: Siliziumcarbidpulver in Elektronikqualität erzielt Preise, die etwa 200-mal höher sind als die von Standardquarzsand.

2. Globale Produktionsausweitung

Infineon Technologies hat 30 Milliarden RM in Malaysia investiert, um die weltweit größte 200-mm-SiC-Leistungselektronikfabrik zu errichten. Die erste Phase der Anlage ist bereits in Betrieb und schafft 1.500 hochqualifizierte Arbeitsplätze. Dadurch wird das Halbleiter-Ökosystem Südostasiens gestärkt. Infineon wird zudem lokale KMU durch ein Zuliefererprogramm fördern und damit sein Vertrauen in Malaysias Rolle in resilienten SiC-Lieferketten unterstreichen.

3. Technologische Fortschritte und Anwendungen

Obwohl in den jüngsten Berichten nicht detailliert beschrieben, treiben frühere Innovationen wie Chinas Durchbruch bei 8-Zoll-Einkristall-SiC mittels Flüssigphasenepitaxie (LPE) weiterhin Kostensenkungen und die Reduzierung von Defekten voran. Die Verwendung von SiC weitet sich über Elektrofahrzeuge hinaus auf KI-Rechenzentren aus, wo seine Effizienz in Hochspannungsnetzteilen und Kühlsystemen dem steigenden Rechenbedarf entspricht.

 

Branchenübergreifende Auswirkungen

Diversifizierung der Lieferkette:Die Investitionen von Infineon in Malaysia und die vertikale Integration in der Inneren Mongolei spiegeln Strategien zur Minderung geopolitischer und handelsbezogener Risiken durch regionale Selbstversorgung wider.

Politikbedingte Unsicherheit:Die EU-Zölle auf Ferrosilicium und Chinas mögliche Produktionsbeschränkungen verdeutlichen den Einfluss der Regulierungsbehörden auf die Marktstabilität.

Transformation der Wertschöpfungskette:Beide Sektoren legen Wert auf die Aufwertung von Rohstoffen (z. B. Quarz zu SiC in Elektronikqualität) und die Integration erneuerbarer Energien, um die globalen Dekarbonisierungsziele zu erreichen.

 

Branchenkommentar:

Ferrosilicium steht vor politischen Herausforderungen, doch Anpassungen im Angebot und grüne Technologien könnten die Margen stabilisieren. Für SiC ist die Skalierung der Produktion hochreiner Materialien und die Sicherstellung einer Fertigung in mehreren Regionen entscheidend, um die Nachfrage nach Halbleitern und sauberer Energie zu decken.

Analyst, Global Materials Review

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Quellen: Inner Mongolia Daily, EU-Kommission, Mysteel, EdgeProp, China Trade Remedial Information Network.